Viele Motorradfahrer denken, wenn sie ihr Motorrad über den Winter in der Garage abstellen, sei alles in Ordnung. Es ist unter einem Dach, es regnet nicht, es schneit nicht, also ist es in Ordnung. Aber die Realität sieht ein wenig anders aus. Der Winter kann selbst in der Garage tückisch sein - und Rost kann sich seinen Weg auf ein Fahrrad bahnen, das seit Monaten nicht einmal gestottert hat.

Der größte Schuldige? Feuchtigkeit, Kondenswasser und schlechte Vorbereitung auf den Winterschlaf.
Feuchtigkeit: der Feind, den man nicht sehen kann
Selbst eine Garage, die trocken aussieht, kann im Winter ziemlich tückisch sein. Man öffnet die Tür, lässt die kalte Luft herein, sie erwärmt sich langsam... und schwupps - ideale Bedingungen für Feuchtigkeit und Kondenswasser. Das Ergebnis? An Rahmen, Auspuff, Schrauben, Bremsen und anderen Metallteilen sammelt sich feine Feuchtigkeit an. Man kann sie nicht einmal mit dem Auge sehen, aber das Metall kann sie verdammt gut riechen. Und wo es Feuchtigkeit gibt, setzt sich früher oder später Rost fest.
Am schlimmsten sind ungedämmte Garagen und unfertige Betonböden. Schlechte oder fehlende Belüftung spielt ebenfalls eine Rolle. Diese Kombination schafft beste Voraussetzungen für Rost.
Kondenswasser: Wenn die Maschine "schwitzt"
Vor allem in milden Wintern, wenn es tagsüber etwas wärmer und nachts kalt ist, brutzelt das Motorrad förmlich. Kaltes Metall + wärmere Luft = winzige Wassertröpfchen auf Auspuff, Motor und Gelenken. Das nennt man Kondenswasser - und es ist der stille Killer für überwinterte Motorräder. Man kann es nicht sehen, aber es nagt langsam an der Metalloberfläche. Und im Frühjahr fragen Sie sich dann, woher die Flecken auf dem Auspuff oder die verrosteten Schrauben kommen.

Warum rostet ein Motorrad, das den ganzen Winter über gestanden hat?
Stehen ist kein Ruhemodus. Ganz im Gegenteil. Ein Motorrad steht oft unter Bedingungen, die ihm im Winter nicht gut tun. Die Hauptprobleme sind die Feuchtigkeit, die durch das Fahren keine Chance hat zu trocknen, und die häufigen Temperaturschwankungen. Reste von Salz, Dreck und Schmutz von den letzten Fahrten und ein fehlender Schutzfilm auf Metallteilen sind ebenfalls nicht hilfreich. Selbst wenn die Maschine "ruht", macht der Rost also Überstunden.
Wie man dem Einhalt gebietet (und sich einen schönen Frühling macht)
Die gute Nachricht: Rost ist kein Schicksal. Gönnen Sie Ihrem Motorrad vor dem Winter einfach ein wenig TLC:
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Gut waschen und abtrocknen: Nicht nur abspülen. Wirklich gründlich - vor allem das Salz, das Fett und den Dreck aus den Gelenken. Jeglicher Schmutz bindet Feuchtigkeit. Lassen Sie es nach dem Waschen gründlich trocknen.
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Konservierung = Basis: Sprühen Sie Metallteile mit Rostschutzspray oder Motorwachs ein. Dadurch entsteht ein Schutzfilm, der die Feuchtigkeit vom Metall fernhält.
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Lüften und trocknen: Eine belüftete Garage ist ideal. Aber auch ein Luftentfeuchter oder Trockenmittelbeutel sind sehr hilfreich. Wenn Sie können, lüften Sie gelegentlich.
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Heben Sie vom Boden ab: Ein Mittelständer, ein Montageständer - irgendetwas, um das Gummi vom kalten, feuchten Boden zu trennen. Denn Feuchtigkeit zieht gerne durch die Reifen zu den Felgen und Bremsen. Hier hilft der perfekte MotoZem-Teppich unter Ihrem Motorrad.
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Vorsicht vor Planen: Vergessen Sie die wasserdichte Plane aus dem Handel. Die verwandelt Ihr Motorrad in ein Gewächshaus. Verwenden Sie eine atmungsaktive Moto-Plane, damit die Luft zirkulieren kann.

Woran Sie erkennen, dass der Rost an die Tür klopft
Es fängt ganz harmlos an: kleine braune Punkte, verrostete Schrauben oder Flecken am Auspuff. Wenn Sie sie früh genug erkennen, können Sie sie in der Regel mit einem milden Reiniger oder einer speziellen Paste beseitigen. Wenn Sie es nicht tun, frisst sich der Rost tiefer ein - und das schadet sowohl Ihrem Geldbeutel als auch Ihren Nerven. Behalten Sie den Rost im Auge, und behalten Sie Ihr Blecheinrad im Auge, damit es für eine weitere Saison und weitere Kilometer bereit ist.
Das wird sich als nützlich erweisen:
Autorin: Jana Prnková