Polyesterfasern (internationale Abkürzung PES) sind synthetische Produkte aus der Gruppe der textilen Fasern, zu der Polyethylenterephthalat (PET), Polybutylenterephthalat (PBT) und Polytrimethylenterephthalat (PTT) gehören. Im Allgemeinen bezieht sich der Begriff "Polyesterfaser" auf Produkte aus PET, aus dem der Großteil der Fasern stammt.
Polyesterfasern können praktisch in allen textilen Produkten vorkommen.
Zu den wichtigsten positiven Eigenschaften gehören:
- Hohe Lichtbeständigkeit
- Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse
- Widerstandsfähigkeit gegen Mikroorganismen
- Geringe Feuchtigkeitsaufnahme (schnelle Trocknung)
Viele Eigenschaften lassen sich leicht durch chemische oder mechanische Prozesse verbessern. Zum Beispiel:
- Durch verstärkte Molekülorientierung kann die Festigkeit erhöht werden (Nähgarne).
- Knitterfestigkeit (auf Kosten der Festigkeit).
- Einfärben mit Farbstoffen (zur Färbung von unmodifizierten Fasern: Dispersionsfarbstoffe).
- Schrumpfung, Bogenbildung.
- Relativ steife Faser.
- Reduziert das Knittern des Produkts.
Ein weicher und glänzender Effekt, der dem natürlichen Seidenglanz ähnelt, wird bei Fasern mit nicht-rundem (z. B. dreieckigem) Querschnitt erzielt. Hohlfasern aus Polyester werden als Alternative zu Daunen verwendet, mit dem Vorteil, dass Produkte, die mit diesem Material gefüllt sind, gewaschen werden können (z. B. Coolmax). Das Aussehen von Polyesterseide, ähnlich dem von Stapelfasern, wird durch Mischen von Fasern mit unterschiedlicher Dehnung und Formgebung erreicht. Durch das Mischen von Naturfasern mit Polyester können die Gebrauchseigenschaften des Garns in vielerlei Hinsicht verbessert werden. Das feinste Polyesterfaser (Mikrofaser) wird mit einem Viertel der Dicke von durchschnittlicher Baumwolle hergestellt. Stoffe aus Mischungen mit Polyester sind leichter und knittern weniger, fester und haltbarer, z. B. Polartec. Gleiches gilt für Polyester/Woll-Mischungen.
Die Kennzeichnung von Kleidungsstücken mit 600D, 750D erfolgt in der Maßeinheit Denier, die zur Quantifizierung der Garnstärke verwendet wird. Denier kann auch zur Beschreibung der Gesamtdicke des Gewebes verwendet werden, da es sich um die Verlängerung der Garnstärke handelt, die im Gewebe verwendet wird. Es wird mit dem Buchstaben "D" nach der Zahl abgekürzt. Je höher die Zahl, desto dicker und widerstandsfähiger wird der Stoff sein.
