Jeder Biker kennt das. Die Sonne scheint, der Asphalt glänzt, der Single-Track schnurrt wie eine glückliche Katze... und dann kommt die kalte Dusche namens STK. Ja, der Tag, an dem selbst der größte Bösewicht anfängt, zum heiligen Vergaser zu beten, dass alles reibungslos abläuft. Wir erklären Ihnen, was Sie beim TÜV wirklich erwartet, was der Unterschied zu einem Auto ist und wann Sie sich auf die "technische Todesfahrt" begeben sollten.

Was ist eine STK bei einem Motorrad und warum man sie nicht vermeiden kann
STK = Technical Inspection Station, ein Ort, an dem geprüft wird, ob Ihre Maschine noch auf die Straße oder eher in ein Oldtimer-Museum gehört. Es geht nicht darum, sich aufzuregen (auch wenn es sich manchmal so anfühlt), sondern darum, Sie und andere Verkehrsteilnehmer zu Ihren eigenen Bedingungen nach Hause zu bringen. Auf einem Motorrad ist es noch viel persönlicher - wenn etwas schief geht, versteckt man sich nicht in einer Blechkiste. Hier fährst du Haut an Haut mit dem Asphalt.
Worin stochert die STK herum?
Machen Sie sich darauf gefasst, dass ein Techniker Ihre Blechschönheit von allen Seiten beäugt. Er prüft die Bremsen: vorne, hinten, Schläuche, Scheiben, Beläge. Licht und Elektrik, das heißt Abblendlicht, Fernlicht, Blinker, Bremslicht, Hupe. Auch den Reifen, dem Rahmen und dem Fahrgestell wird Aufmerksamkeit geschenkt. Also keine Risse, keine krummen Gabeln, keine undichten Stoßdämpfer. Viele Leute lassen sich bei Auspuff- und Geräuschkontrollen verheizen. Wenn Sie ein nicht genehmigtes Tuning haben, müssen Sie damit rechnen, dass Sie angesprochen werden und wahrscheinlich einen roten Stempel "nicht konform" bekommen. Und natürlich werden die Fahrgestellnummer und die Papiere überprüft, um zu sehen, ob sie mit dem technischen Gerät übereinstimmen.
Wie sich die TÜV-Prüfung eines Motorrads von der eines Autos unterscheidet
Hier sind ein paar wichtige Unterschiede:
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Keine Trommelbremsen wie beim Auto - die Bremsen werden in der Regel anders geprüft, an manchen Stellen nur indikativ.
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Mehr Sichtprüfung - der Techniker achtet mehr auf den Zustand, Flüssigkeitslecks, Spiel und Risse.
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Die Auspuffanlage ist ein größeres Thema - Motorräder sind hörbarer, daher werden Geräusche und Homologation sehr streng behandelt.
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Änderungen sind verdächtig - kürzere Nummernschildhalterung, andere Blinker, Minispiegel... wenn sie nicht zugelassen sind, können Sie mit einem unveränderten Motorrad nach Hause fahren.
Wann müssen Sie mit dem Motorrad zur TÜV-Prüfung gehen?
Der grundsätzliche Zeitplan ist derselbe wie beim Auto: Jedes neue Fahrrad hat nach 4 Jahren seinen ersten TÜV und dann regelmäßig alle zwei Jahre. Es gibt also keine Ausreden. Das Datum steht auf Ihrem Fahrzeugschein, und benga kann es mit einem Fingerschnippen überprüfen.
Machen Sie also Ihr Motorrad vor dem TÜV sauber, geben Sie den Serienauspuff zurück, wenn Sie einen eigenen haben, der nicht zugelassen ist, und waschen Sie Ihre Schönheit vor dem TÜV, damit der Techniker die unnötige Verschmutzung nicht sieht. Und natürlich sollten Sie Ihren Papierkram überprüfen. STK ist einfach ein notwendiges Übel. Es macht keinen Spaß, es kostet Geld, aber es ist immer noch besser, als mit einem geplatzten Bremsschlauch oder einem platten Reifen im Straßengraben zu liegen.
Gehen Sie es also wie ein guter Motorradfahrer an: Machen Sie Ihre Maschine bereit, bestehen Sie die technische Abnahme, und dann ab auf die Straße, wo es nach Benzin und Freiheit riecht!
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Autorin: Jana Prnková