Die Überwinterung eines Motorrads bedeutet nicht nur, eine Plane über die Maschine zu werfen, den Schlüssel umzudrehen und einen Grog zu trinken. Dieses "irgendwie wird es schon überleben" ist der Grund, warum man im Frühjahr auf die Service-Rechnung schaut und sich fragt, ob man nicht doch lieber neue Reifen oder einen Auspuff hätte kaufen sollen. Wir haben fünf der häufigsten Winter-Fehltritte zusammengestellt, die Motorradfahrer jedes Jahr unnötig Geld, Nerven und manchmal auch den Saisonstart kosten.

Tote Taschenlampe = tote Stimmung
Klassisches Frühlingsszenario: Schlüssel drehen, Klick, Stille. Die Taschenlampe ist KO. Und zwar nicht, weil sie alt ist - sondern weil Sie sie über den Winter in der Kälte liegen gelassen haben. In der Kälte nimmt die Kapazität der Batterie um mehrere zehn Prozent ab. Wenn sie monatelang nicht aufgeladen wird, entlädt sie sich allmählich und kann irreversibel beschädigt werden. Erfahrene Fahrer nehmen den Akku entweder heraus und stellen ihn zu Hause ins Warme, oder sie lassen ihn im Fahrrad, schließen ihn aber an ein Wartungsladegerät (ein so genanntes Smart-Ladegerät) an. Und denken Sie daran, dass eine neue Taschenlampe eine Investition von einigen Tausend sein kann, während ein Wartungsladegerät ein paar Hundert Euro kostet.
Leerer Tank = Rost im Tank
Wenn Sie Ihr Motorrad mit einem halbleeren Tank überwintern lassen, ist das eine Einladung für Rost. Feuchtigkeit und Kondenswasser setzen sich in dem leeren Fach ab, was dann langsam das Metall im Inneren angreift. Im Frühjahr kann sich dies in rostigen Ablagerungen im Filter, verstopften Einspritzdüsen oder Vergasern oder einer schlechteren Motorleistung äußern. Die Lösung ist einfach: Füllen Sie den Tank voll (weniger Platz für Feuchtigkeit) und fügen Sie idealerweise Kraftstoffstabilisator hinzu. Bei älteren Maschinen mit Vergasern ist es ratsam, diese entweder zu entleeren oder den Motor zumindest gelegentlich zu starten. Eines ist jedoch sicher: Rost im Tank macht keinen Spaß - der Umgang damit schmerzt den Geldbeutel schon mehr als ein neuer Helm.

Plattfuß im Reifen = Plattfuß im Gummi
Ein Fahrrad, das ein halbes Jahr lang an einem Ort steht, kann eine Reifenpanne haben. Und das merkt man schon nach den ersten Kilometern - es vibriert, es schwimmt, es ist nicht mehr dasselbe. Im Winter härtet das Gummi aus, der Reifendruck sinkt und das Gummi leidet noch mehr, wenn es kalt und belastet ist. Ein Fahrradständer, den Sie bei MotoZemi kaufen können, wird Ihnen helfen. Es ist auch gut, die Reifen etwas mehr aufzupumpen. Es hilft auch, das Fahrrad gelegentlich zu fahren, damit es nicht immer an der gleichen Stelle steht. Neue Reifen für den Winterdienst? Ein unnötiger Luxus, der sich leicht vermeiden lässt.
Schmutziges Fahrrad = rostfrei
Salz, Schmutz, Insekten, Fett - all das speichert über den Winter Feuchtigkeit und beschleunigt die Korrosion. Auspuff, Schrauben, Kette, Bremssättel... Rost macht keinen Unterschied. Die schlimmste Kombination überhaupt ist ein schmutziges Fahrrad, das in einer feuchten, schlecht belüfteten Garage überwintert. Erfahrene Motorradfahrer raten, das Motorrad vor der Überwinterung zu waschen und zu trocknen, die Metallteile leicht zu konservieren (Spray oder Wachs) und die Kette zu schmieren. Rost an den Schrauben kann man überleben, aber Rost am Auspuff oder Rahmen tut mehr weh.
"Eine Plane wird das Problem lösen" - wird sie nicht.
Viele Leute meinen es gut und werfen eine wasserdichte Plane über ihr Fahrrad. Aber wenn sie nicht atmungsaktiv ist, schaffen Sie sich darunter Ihre eigenen Tropen. Feuchtigkeit bleibt haften, sie kann nirgendwo hin - und Rost hat einen hohen Preis. Wählen Sie Planen, die für den Innenraum geeignet sind. Die Motozeman-Läden zeigen Ihnen genau, woraus sie gemacht sind. Stellen Sie Ihre Blechschönheit in einer trockenen und belüfteten Garage auf, vergessen Sie das Plastik aus dem Bastelladen und kontrollieren Sie sie ab und zu.
Es ist ein immer wiederkehrendes Thema in Foren und Garagen: leere oder durchgebrannte Batterie, Rost im Tank, abgeklebte Bremsen, gedehnte oder trockene Kette oder platte Reifen. Das meiste davon wurde nicht durch Fahren verursacht, sondern durch Stehenlassen und stupides Überwintern.
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Autorin: Jana Prnková