Stellen Sie sich vor, dass Ihr Gummi wie ein Muskel ist - wenn er zu stark aufgepumpt und hart ist, lässt er sich nicht biegen und "fängt" nicht gut. Wenn er zu weich ist, fängt er an zu schmieren, die Seitenwände verbiegen sich, man kann einen Platten bekommen oder sogar einen Felgenschlag (bei schlauchlosen Reifen).

Der Druck im Gummi beeinflusst:
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die Größe der Kontaktfläche mit dem Untergrund (Traktion)
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die Stabilität der Neigung/Geschwindigkeit
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die Erwärmung des Gummis/des Arbeitsgürtels
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Widerstandsfähigkeit gegen Felgenschäden / Durchstiche
Der Schlüssel ist also ein Druck "nicht zu viel, nicht zu wenig, idealerweise dazwischen" für die jeweiligen Bedingungen.
Rundkurs (Rennstrecke) - was dort gilt
Auf der Rennstrecke wollen Sie, dass der Gummi hält, die Temperatur gleichmäßig ist und die Gripgrenze ausgenutzt wird.
Was die Quellen sagen:
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Michelin empfiehlt für seine Rennslicks/Track-Gummis einen Ziel-Hitzedruck: etwa 2,3-2,5 bar vorne (nach 6 Runden) und 1,6-1,8 bar hinten.
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Laut DriveMag wird der Druck bei Rennreifen in der Regel im Vergleich zu "ultra"-normalen Straßenreifen reduziert (aber Achtung: dies kann nicht ohne Modifikation auf Straßenreifen angewendet werden).
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In Foren und von Fahrern wird oft empfohlen, den Druck im "kalten" Zustand gemäß Handbuch einzustellen, und dann nach dem Aufwärmen (warm) eine Feinabstimmung von ± 1-2 psi nach Gefühl vorzunehmen.
Praktische Voreinstellungen:
Vordere Position
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Kalter Standarddruck: wie der Straßenwert des Herstellers (z. B. ~2,0-2,4 bar)
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nach Aufwärmen/Rennbedingungen: +1-2 psi - nach Gefühl einstellen
Hintere Position
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Kaltstartdruck: höher als vorne (aufgrund der Belastung)
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nach dem Aufwärmen/Rennen: ebenfalls +1-2 psi über dem "kalten" Wert
Tipps von "Streckenhänden":
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Seien Sie nicht gleich ein schlechter Experimentator - wenn Sie innerhalb der empfohlenen Werte liegen, sollten Sie keine großen Änderungen vornehmen.
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Sobald Sie die Strecke verlassen, messen Sie so schnell wie möglich den Druck - der Unterschied zwischen "heiß" und "kalt" zeigt Ihnen, ob Sie in Ordnung sind.
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Wenn Sie mehr Grip wollen, verringern Sie den Druck um 1 psi (0,07 bar) - wenn Sie aber mehr Stabilität wollen, erhöhen Sie den Druck um 1 psi.
Offroad/Gelände - hier müssen Sie Druck auf die Bodenwelle ausüben
Offroad ist eine ganz andere Liga - weicher Boden, Felsen, Wurzeln, Sand - Sie wollen, dass der Gummi in den Untergrund "fällt", sich biegt und greift. Aber auch hier gilt: Übertreiben Sie es nicht, denn Sie riskieren eine Reifenpanne oder ein Verbiegen der Felge.
Tipps für Sie:
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Ein geringerer Druck hilft dem Gummi, dem Gelände besser zu folgen und mehr Traktion zu gewinnen - gleichzeitig kann ein niedriger Druck aber auch das Risiko von Schäden erhöhen.
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In Offroad-Foren ist zu lesen, dass Fahrer auf Trails und in Waldgebieten in der Regel ~12 psi (vorne/hinten) als Standardwert verwenden.
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Sie geben auch an, dass der Druck für Offroad-Fahrten bei einigen Maschinen auf bis zu ~18 psi (≈1,25 bar) reduziert werden kann.
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Einige Fahrer raten zu 8 psi im Gelände und 9-9,5 psi auf der Rennstrecke (dies sind natürlich Extremwerte und oft mit Tubliss-System).
Beispiel für Standardwerte für Offroad (Trail/Enduro):
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Standort |
Wert (Richtwert) |
|---|---|
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Vorne |
10-14 psi (≈0,7-1,0 bar) |
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Hinten |
11-16 psi (≈0,75-1,1 bar) |
Achtung: Wenn Sie auf hartem, felsigem Untergrund fahren, sollten Sie den Druck etwas erhöhen, um die Felge zu schützen; wenn Sie auf weicherem Boden/Sand fahren, können Sie den Druck senken.
Vergleich zwischen Rennstrecke und Offroad - was ist zu ändern und warum?
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Blickwinkel |
Auf der Rennstrecke |
Abseits der Straße |
|---|---|---|
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Druck |
Höher (um das Gummi "flach" zu halten), weniger Verformung |
Niedriger (damit der Gummi in den Boden "fällt" und Traktion gewinnt) |
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Stabilität |
Schlüssel - hohe Geschwindigkeit, Seitenkräfte |
geringere Geschwindigkeit, flexibles Gummi willkommen |
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Risiko von Reifenpannen/Felgenschäden |
Höherer Druck schützt vor Einstichen / Verformungen |
Niedriger Druck erhöht das Risiko einer Reifenpanne / eines Ausbruchs |
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Temperaturänderungen |
Bei Wärme steigt der Druck an - gut, um "heiße" Werte zu messen |
Geringere Temperaturschwankungen - aber Vorsicht vor zu niedrigem Druck beim Rückwärtsfahren auf Asphalt |
So finden Sie "Ihren" idealen Druck
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Halten Sie sich zunächst an das Handbuch bzw. die Empfehlungen des Reifenherstellers - dies ist Ihr Ausgangspunkt.
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Prüfen Sie den Druck im "kalten "Zustand, d. h. wenn das Motorrad mindestens 3 Stunden lang stillgestanden hat.
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Prüfen Sie auf der Rennstrecke nach ein paar Runden den "heißen" Druck - ein Unterschied von ~1-2 psi ist üblich.
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Passen Sie den Druck in kleinen Schritten an (±1 psi / ±0,07 bar) und testen Sie, wie es sich fährt - wenn Sie mehr Grip haben, wenn Sie wieder mehr Stabilität haben.
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Notieren Sie sich die Bedingungen, den Druck und das Fahrgefühl - so erstellen Sie nach und nach eine Tabelle mit Informationen darüber, was bei Kälte, Hitze und Trockenheit sowie bei Regen und Nässe funktioniert.
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Wenn Sie vom Gelände auf die Straße wechseln (oder umgekehrt) - berechnen Sie den Druck neu! Fahren Sie mit dem Offroad-Druck auf Asphalt nicht weiter als nötig - die Reifen überhitzen und werden beschädigt.
Praktische Tipps und Tricks (damit Sie sich nicht blamieren)
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Kaufen Sie ein qualitativ hochwertiges Manometer - ein billiges Plastikgerät kann schlecht ablesen, wenn Sie es am wenigsten brauchen.
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Wenn Sie "kalt" messen, stellen Sie das Fahrrad auf die Ebene, die Räder gerade, keine Schräglage.
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Gehen Sie nicht zu extremen Druckmessungen über, ohne einen deutlichen Unterschied zu sehen - eine Änderung von 2-3 psi kann einen großen Einfluss haben.
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Halten Sie eine Pumpe, einen Kompressor oder CO₂-Bomben bereit, damit Sie den Druck schnell erhöhen können, wenn Sie auf den Asphalt wechseln.
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Verwenden Sie Felgenschlösser, wenn Sie auf Offroad-Maschinen mit niedrigem Druck fahren - sie verhindern, dass der Gummi aus der Felge springt.
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Beobachten Sie das Verhalten des Motorrads: Wenn Sie das Gefühl haben, dass es in Schräglage "schwimmt", ist der Druck möglicherweise zu niedrig - umgekehrt, wenn es hart ist, die Reifen ziemlich warm werden und "zu aufgeblasen" aussehen, reduzieren Sie den Druck ein wenig.
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Bei Reifen mit grobem Profil/"Noppen" verträgt das Gummi einen niedrigeren Druck besser als bei Straßensportreifen.
Bereiten Sie sich auf eine ordentliche Fahrt vor - immer mit Respekt, Gefühl und für das beste Motorsporterlebnis auf der Rennstrecke oder einer ordentlichen schlammigen Straße.
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Autor: Jana Prnková